In jüngster Zeit wurden folgende Forschungsprojekte bearbeitet:
Projekttitel:
Demenzfreundliche Kommune Gießen
Ort: Gießen
Förderung: für Wissenschaft und Forschung. Bundesaktion Bürger initiieren Nachhaltigkeit
Dauer: November 2006 bis Oktober 2007
Beschreibung des Projekts:
Bürgerinnen und Bürger werden unterstützt bei der Initiierung von Nachhaltigkeit in Bezug auf das Leben von Menschen mit Demenz - Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Kräfte in der Kommune Gießen, die sich zur Aufgabe setzen, ein gutes Leben mit Demenz mit Betroffenen und für Betroffene zu ermöglichen. (Bearbeitung: Reimer Gronemeyer, Verena Rothe, Charlotte Jurk)
Projekttitel:
Hospiz.geschichte-zukunft
Ort: Wien/ Gießen
Förderung: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Dauer: Juli 2006 bis Juli 2008
Beschreibung des Projekts:
Die Hospizbewegung ist jung. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein menschenwürdiges Sterben in modernen Gesellschaften zu ermöglichen. Symbol für ihre Entstehung ist die Eröffnung des St. Christophers Hospice durch Dame Cicely Saunders in London vor rund vierzig Jahren. Der Hospizgedanke hat sich von dort aus schnell verbreitet, so dass es heute in etwa hundert Ländern ambulante und stationäre Angebote für Hospizarbeit und Palliative Care gibt. Auch im deutschsprachigen Raum zeugen die über 1000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen von einer breiten gesellschaftlichen und politischen Akzeptanz. Wir wollen die Geschichte dieser Bewegung aufzeichnen, bevor die Erinnerung an Geschichten, Personen und Motive verloren geht. Der Rückblick ist wichtig, um zukünftige Entwicklungen von Hospizarbeit und Palliative Care zu gestalten, denn "Zukunft braucht Vergangenheit". Wir orientieren uns an der "Oral History- Methode", also des intensiven Gespräches mit PionierInnen, GründerInnen und MitinitiatorInnen in Deutschland. (Bearbeitung: Prof. Andreas Heller, Dr. Sabine Pleschberger, Prof. Reimer Gronemeyer, Michaela Fink M.A.)
Projekttitel:
Versorgung am Lebensende. Eine Studie für Hessen
Ort: Hessen
Förderung: Hessisches Sozialministerium
Dauer: November 2006 bis April 2007
Beschreibung des Projekts:
Im Projekt soll der Stand der palliativen Versorgung und hospizlichen Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen in Hessen untersucht werden. In drei Bespielregionen soll die aktuelle Situation vor Ort beleuchtet werden, um Stärken und Schwächen der gegenwärtigen Strukturen kenntlich zu machen. Eine quantitative Hausarztbefragung soll deren Stellung im Versorgungskonzept ermitteln. (Bearbeitung: Reimer Gronemeyer, Charlotte Jurk, Michael Berls, Holger Adam, Marco Schäfer)
Projekttitel:
Sterbebegleitung in hessischen Altenpflegeheimen
Ort: Hessen
Förderung: Willy-Pitzer-Stiftung
Dauer: August 2006 bis Juli 2007
Beschreibung des Projekts:
Nach einer quantitativen Erhebung im Frühjahr 2006 soll jetzt eine qualitative Untersuchung in 36 hessischen Altenpflegeheimen im Blick auf das Thema "Sterbebegleitung" durchgeführt werden. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Unterarbeitsgruppe "Sterbebegleitung in Altenpflegeeinrichtungen" des hessischen Sozialministeriums durchgeführt. (Bearbeitung des Projektes Michael Berls, Andrea Newerla)
Projekttitel:
Sterbebegleitung in hessischen Altenpflegeheimen
Ort: Hessen
Förderung: Willy-Pitzer-Stiftung
Dauer: Januar 2006 bis April 2006
Beschreibung des Projekts:
Nach einem Pretest im Sommer 2005 sollen jetzt sämtliche hessischen Altenpflegeeinrichtungen im Blick auf das Thema "Sterbebegleitung" befragt werden. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Unterarbeitsgruppe "Sterbebegleitung in Altenpflegeeinrichtungen" des hessischen Sozialministeriums durchgeführt. (Bearbeitung des Pretests Felix Schumann, Verena Rothe, Anne Seifert. Bearbeitung des Projektes Felix Schumann, Thorsten Euler, N.N.)
Projekttitel:
Modellprojekt Hospiznetz Mittelhessen
Ort: Mittelhessen
Förderung: Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Hessen
Dauer: September 2005 bis Januar 2006
Beschreibung des Projekts:
Stationäre und ambulante Hospizdienste in Mittelhessen sind mit Krankenhäusern, Sozialstationen, Kirchen, Pflegediensten etc. bisher schlecht vernetzt. Das Projekt dient der Verbesserung der Kommunikation unter anderem durch die Einrichtung eines Runden Tisches, durch Koordinationstreffen etc. (Bearbeitung: Reimer Gronemeyer, Michaela Fink)
Projekttitel:
Seniorenheim-Bedarfsanalyse in Lahnau
Ort: Lahnau (Lahn-Dill-Kreis)
Förderung: Gemeinde Lahnau
Dauer: September bis Dezember 2005
Beschreibung des Projekts:
Umfrage bei allen Bewohnern und Bewohnerinnen Lahnaus, die 60 Jahre und älter sind (2000 Fragebogen). Hauptanliegen: Wünschen die älteren Einwohner ein Pflegeheim, betreutes Wohnen und eine Seniorenwohnlage im Ort? Ein Bericht über die Ergebnisse wurde vorgelegt. (Bearbeiter: Reimer Gronemeyer und Michaela Fink, Mitwirkung Thorsten Euler)
Projekttitel:
Palliative Praxis bei Demenz
Ort:Gießen
Förderung:Robert Bosch Stiftung
Dauer:Februar bis Juni 2005
Beschreibung des Projekts:
Die Zahl der Demenzkranken nimmt in Europa drastisch zu. Besondere Pflegekonzepte sind notwendig und inzwischen auch sehr verbreitet. Die besondere Betreuuung, die Demenzpatienten in der letzten Lebensphase benötigen, ist dagegen bislang noch wenig beachtet worden. Die Recherche, deren Ergebnisse Ende 2005 veröffentlicht werden, gibt einen Überblick über Studien, Modelle, Curricula etc. zu diesem Thema in der internationalen Literatur. (Bearbeiter: Reimer Gronemeyer und Michaela Fink)
Projekttitel:
Altenplan für die Stadt Schwalbach am Taunus
Ort:Schwalbach am Taunus
Förderung:Die Stadt Schwalbach am Taunus
Dauer:September 2004 bis Mai 2005
Beschreibung des Projekts:
Auf der Basis von Fragebögen wurde die Situation der älteren Schwalbacher erhoben, das Verhältnis der Generationen zueinander untersucht und die Versorgungslage abgefragt. Es wurden 1300 Fragebögen ausgewertet. Der Bericht ist veröffentlicht (Reimer Gronemeyer/Michaela Fink: Schwalbacher Perspektiven, Schwalbach und Gießen 2005)
Projekttitel:
Hospizarbeit und Palliative Care in EuropaEmpirische Studie über Hospizarbeit und palliative Versorgung in sechzehn europäischen Ländern
Ort:Deutschland, England, Niederlande. Norwegen, Ukraine, Dänemark, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Tschechien, Österreich, Frankreich, Italien, Ungarn
Förderung:Robert Bosch Stiftung
Dauer:Februar 2003 bis Dezember 2004
Beschreibung des Projekts:
Durch Auswertung vorhandener Dokumente und Daten und auf der Basis von Interviews mit Experten und Betroffenen in sechzehn europäischen Ländern wurde eine vergleichende Studie über die palliative Versorgung in Europa erstellt. Die Studie wurde in deutsch, englisch, französisch, polnisch und russisch veröffentlicht. (Deutsch: Reimer Gronemeyer, Michaela Fink, Marcel, Globisch, Felix Schumann: Helfen am Ende des Lebens. Hospizarbeit und Palliative Care in Europa, Wuppertal 2004). Siehe
www.uni-giessen.de/hospizprojekt
Projekttitel:
Soziale Folgen von HIV/AIDS im Südlichen Afrika
Ort:Botswana und Namibia
Förderung:DFG, Deutsche Forschungsgemeinschaft
Dauer:April 2000 bis August 2004 (48 Monate)
Beschreibung des Projekts:
Empirische Forschung über die sozialen Folgen von HIV/AIDS in Haushalten und Familien des Südlichen Afrika. Die Langzeitstudie wurde in städtischen und ländlichen Regionen durchgeführt. Dabei wurde besonders die strukturerhaltende Rolle der Älteren speziell der Großmütter herausgearbeitet, die oft entscheidende Rollen für die AIDS-Waisen übernehmen.(Bearbeiter: Reimer Gronemeyer, Georgia. A. Rakelmann und Matthias U. Rompel).Ergebnisse des Projekts wurden in deutsch und englisch veröffentlicht (vgl. vor allem: Matthias U. Rompel: AIDS in Namibia. Soziale Folgen der Epidemie in Katutura und Ovamboland, Münster 2005; Reimer Gronemeyer: Living and Dying with AIDS in Africa. New Perspectives on a Modern Disease, Frankfurt 2005)
Aus den bisher bearbeiten Forschungsprojekten seien besonders genannt:
Ethnische Minderheiten in Europa ("Zigeuner")- finanziert durch die DFG
Arbeitsgesellschaft in Zimbabwe- finanziert durch die DFG
Ausländische Schüler an hessischen Schulen- finanziert durch das hess. Ministerium für Wissenschaft und Bildung
Bürgerinitiativen bei älteren Mitbürgern- finanziert von der Stiftung Volkswagenwerk